Wenn Marketing zu langsam wirkt, fällt die Erklärung meist schnell: zu wenig Leute, zu wenig Budget, zu viele Themen. Dann wird eine Stelle besetzt oder ein Dienstleister dazugeholt. Das Tempo bleibt gleich.
Kapazität ist selten der Engpass
Rechnen Sie einmal nach, wie lange eine Kampagne von der Idee bis zur Veröffentlichung braucht. Ziehen Sie davon die reine Produktionszeit ab. Was übrig bleibt, ist Wartezeit.
Diese Wartezeit ist der eigentliche Engpass. Sie entsteht in Wegen, die eine Entscheidung nehmen muss, bevor jemand weiterarbeiten darf.
Wo die Zeit verloren geht
- Unklare Zuständigkeit: Der Entwurf liegt bei jemandem, der nicht entscheiden darf.
- Serielle Freigaben: Vier Personen sehen den Entwurf nacheinander statt parallel.
- Fehlende Kriterien: Es ist nicht definiert, wann etwas gut genug ist.
- Späte Beteiligung: Fachliche Einwände kommen erst nach dem fertigen Entwurf.
Was hilft
Legen Sie für jede wiederkehrende Maßnahme fest, wer entscheidet und innerhalb welcher Frist. Definieren Sie vorab, woran Sie ein gutes Ergebnis erkennen. Holen Sie fachliche Einwände ein, bevor produziert wird.
Diese Klärung kostet einen Termin. Sie verkürzt danach jede Durchlaufzeit im Jahr.
Deshalb steht am Anfang jeder Zusammenarbeit die Bestandsaufnahme und nicht die erste Maßnahme. Tempo entsteht aus Klarheit über Zuständigkeit und Kriterien.
Erst Klarheit. Dann Geschwindigkeit.